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In den Anfängen des Glarner Kunstvereins, der 1870 gegründet wurde, gehörte der Aufbau einer eigenen Sammlung zu den Hauptanliegen des Vereins. Angekauft wurden vor allem Werke von zeitgenössischen Schweizer Künstlern. Dadurch lässt sich an der Sammlung des Glarner Kunstvereins exemplarisch die Rezeptionsgeschichte der Kunst in der Schweiz erkennen. Während im 19. Jahrhundert vor allem Landschaftsmalerei im Geiste des Klassizismus und der Romantik angekauft wurde, zum Beispiel JOHANN GOTTFRIED STEFFAN und AUGUST SEIDEL, ist die Sammlung in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts mit einigen Werken von Künstlern der klassischen Moderne ergänzt worden: CUNO AMIET, FERDINAND HODLER, ERNST LUDWIG KIRCHNER, FELIX VALLOTTON u.a.

Auch heute werden vorwiegend Arbeiten der jüngeren Künstlergeneration angekauft, meist im Zusammenhang mit den im Kunsthaus gezeigten Ausstellungen, z.B. OLAF BREUNING, FABRICE HYBERT, DANIEL ROTH, ANNELIES STRBA, URS LÜTHI u.a. Neben der Sammlung, die aus mehr als 500 Werken des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts besteht, umfasst das Kunsthaus Glarus auch einen Teil der SAMMLUNG OTHMAR HUBER (Picasso und Werke der Künstlergruppe COBRA), die SAMMLUNG GUSTAV SCHNEELI und die SAMMLUNG MARC EGGER, deren Schwerpunkt in der amerikanischen Kunst der 60er und 70er Jahre liegt.

Die Sammlung ist nicht permanent ausgestellt. Eine Auswahl davon wird in Wechselausstellungen meist mehrmals pro Jahr in immer neuen Zusammenstellungen gezeigt.

FERDINAND HODLER Selbstbildnis mit aufgerissenen Augen II, 1912