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Der Glarner Kunstverein wurde am 7. März 1870 gegründet – mit dem Ziel eine Sammlung aufzubauen und Ausstellungen zu organisieren. In den ersten 80 Jahren seines Bestehens hatte der Glarner Kunstverein keine eigenen Räumlichkeiten. Seine sporadischen Ausstellungen mit Bildern der Sammlung oder von Glarner Künstlerinnen und Künstlern wurden an wechselnden Orten in Glarus gezeigt. Erst im Jahr 1952 konnte ein eigenes Gebäude im Volksgarten bezogen werden. Den Grundstein für die Verwirklichung eines eigenen Museums legte 1943 DR. GUSTAV SCHNEELI, Sohn einer wohlhabenden Glarner Holzhändlerdynastie, der selber Kunsthistoriker, Diplomat, Genealoge und Künstler war. Dieser plante für sein künstlerisches Lebenswerk in Glarus einen Pavillon zu erstellen. In Absprache mit dem Glarner Kunstverein erklärte sich Schneeli bereit, seine Bilder in einem in loser Verbindung zum Kunsthaus stehenden Bau zu zeigen. Mit einiger Überzeugungsarbeit gelang es den Architekten HANS LEUZINGER und DANIEL AEBLI den Entwurf für das moderne, klar gegliederte, schnörkellose Haus, wie es heute im Volksgarten steht, durchzusetzen. Während 40 Jahren wurden die Ausstellungen im Kunsthaus Glarus von den Mitgliedern des Vorstandes oder von den nebenamtlichen Konservatoren konzipiert und organisiert. Erst 1992 professionalisierte man den Betrieb und stellte eine Konservatorin an, die für das Ausstellungsprogramm verantwortlich ist. Der Glarner Kunstverein zählt heute um die 600 Mitglieder. |