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Dem modernistischen Glarner Architekten HANS LEUZINGER verdankt Glarus sein 1952 erstelltes Kunsthaus, das als eines der schönsten Ausstellungshäuser der Schweiz gilt. In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs gelegen, sind die allseitig verglasten Satteldächer schon von weitem sichtbar. Die im Grundriss L-förmig angelegten Pavillions treten als einfache geometrische Körper in Erscheinung, bei deren Konzeption die Lichtführung ein zentrales Anliegen war.

Die einfache reduktionistische Formensprache des Kunsthauses, welche besonders in der schlichten Dachkonstruktion und in der Beschränkung der Materialien auf Backstein, Beton, und Glas zum Ausdruck kommt, ist mit ein Grund dafür, dass LEUZINGER vor rund 50 Jahren ein Museum geschaffen hat, das den heutigen Anforderungen der Kunst immer noch gerecht wird. Das Kunsthaus Glarus verfügt nebst über 800m2 Ausstellungsfläche über ein lichtdurchflutetets Foyer mit Cafeteria und eine öffentlich zugängliche Präsenzbibliothek.

Das Museum liegt in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und ist städtebaulich so gesetzt, dass es den Volksgarten und darüber hinaus die Stadt Glarus im Südosten abschliesst. Zwei unterschiedlich grosse Ausstellungstrakte für die zwei Sammlungen des Museums dominieren die im Grundriss L-förmige Anlage. Der eine Trakt beherbergt die Sammlung Schneeli, der andere die Sammlung des Kunstvereins Glarus, die seit 1870 beträchtlich angewachsen war. In letztere integriert waren auch Leihgaben der Gottfried-Keller-Stiftung. Die Pavillons treten als einfachste, geometrische Körper in Erscheinung; dieser Wille zur Reduktion kommt besonders im allseitig verglasten Satteldach und in der Beschränkung auf die Materialien Backstein, Beton und Glas zum Ausdruck. Die Einfachheit der Pavillons kontrastiert demgegenüber mit der Feingliedrigkeit und dem partiellen Detailreichtum der eingeschossigen Erschliessungszone, die als Scharnier die beiden "Museumstempel" verbindet.